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Aktuelles

Dämmerung, Planeten, Mond und vieles andere mehr

Auf einem Flug von New York nach Omaha und am darauffolgendem Abend in Schuyler konnte ich schon in der Dämmerung neben dem Mond, Venus, Mars und Saturn noch vieles andere mehr beobachten. Die Lichter der weiteren Region um New York gaben meiner Flugzeugbeobachtung den besonderen Reiz.

Zunächst war nur der Mond und Venus zu sehen, dann kam Mars heraus und später Saturn. Weiter in der Dämmerung waren auch andere Sterne des Schützen zu sehen (die Teekanne...), dann der Steinbock, der Südliche Fisch und der Kranich. Mit den Sternen des Mikroskops und der südlichen Krone hatte ich allerdings im Flugzeug Mühe, da nebenan jemand Zeitung las.
Durch das Fliegen gen Westen mit ca. 700 km/h verzögerte sich die Dämmerung auf das doppelte ihrer normalen Zeit. Erst nach drei Stunden in Omaha war es richtig dunkel und der tolle Sternhimmel versank leider hinter dichten Cirren. 

Gestern Abend (5.11.) war es dafür auch nach der Dämmerung ungewöhnlich klar. Der Himmel über der Prärie ließ alles an Sternenlicht durch, was er konnte. Neben dem Mond bei dem ich eine Sternbedeckung verfolgen konnte, suchte ich auch Mars auf. Allerdings ist das Teleskop, das ich hier zur Verfügung habe nur ein 80 mm Gerät, mit dem ich 13x, 40x und 100x vergrößern kann. So war es nur ein kleines Scheibchen, das ich als nicht sternförmig erkennen konnte. Venus und Saturn waren leider schon zu weit in den Westen geeilt.

Es war sagenhaft transparent, sodass ich neben M22, M28 noch andere Kugelhaufen in der Milchstraße neben dem nahen Mond dingfest machen konnte. Bei M55 scheiterte ich allerdings. Ein Besuch bei den PN M27 und M57 war sehr überraschend: sie standen sehr klar und hell im Okular. Bei M57 konnte ich sogar die Ringform erkennen! 

Ein Schwenk aus dem Bereich des Mondes heraus war atemberaubend: M31 mit einer Ausdehnung von mehr als 3° und daneben völlig klar M32 und M110 zu sehen! Das ließ auf M33 hoffen, die mit einer Helligkeit innerhalb ihrer dreier Sterne eingerahmt stand, dass es mir schier das Hinschauen verschlug. Unglaublich hell und mit ihren beiden Spiralarmen erahnbar stand sie im Okular! Und das mit 80 mm Öffnung mit Halbmond im Rücken! Die Grenzgröße der gerade noch erkennbaren Sterne mit bloßem Aufge lag bei 6 mag im Sternbild Dreieck. Nach diesem Erfolg war es auch logisch, dass ich auch NGC 891 als längliches Glimmen auffinden konnte. Allerdings blieb mir das Staubband der Galaxie versagt!

Den offenen Sternhaufen NGC 752 nahm ich vor einem Schwenk in die Fische noch mit. Dort ließ mich meine Tour über Uranus stolpern, der mit seinen 5,7 mag gerade nicht mit bloßem Auge erkennbar war. Seine blau-grüne Färbung verriet ihn allerdings problemlos im kleinen Teleskop.

Schlusspunkt meiner Beobachtung war NGC 7293, den ich zielsicher per Starhopping finden und als eine größere, flächige Aufhellung sehen konnte. NGC 7314 blieb mir allerdings versagt. Zur relativ lichtschwachen Galaxie reichten die Bedingungen dann doch nicht.
Wenn ich gewusst hätte, dass um vier Uhr am nächsten Morgen schon die Wolken kamen, hätte ich noch eine Stunde angehängt. Aber so ging ich leider zu früh ins Bett. 
Auch nicht schlecht! Denn ich hatte zwei ganz besondere Abende und Plätze zum Beobachten erlebt!

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